WIDERSTÄNDIGE FEMINISTISCHE HANDLUNGSEBENEN
100 JAHRE VBKÖ
7. Mai 2010, 18.00 UHR
Es waren meist die künstlerischen Frauenbewegungen, die Künstlerinnen den Weg in den Kunstmarkt bahnten. Sie entwickelten widerständige Praktiken gegen geschlechtsspezifische Ausschlüsse von Künstlerinnen aus Kunstausbildung, Kunstbetrieb, Kulturpolitik und schliessich Kunstmarkt. Da die erste künstlerische Frauenbewegung hierzulande dieses Jahr ihren 100. Geburtstag feiert, ziehen wir in deren ersten selbstbestimmten Ausstellungsräumlichkeiten eine performative feministische und machtkritische Handlungsebene ein, die weltweit inmitten des Kunstmarktes agierende Akteurinnen nach deren aktuellen Ansätzen ?befragt?:
* Wo liegen Ihre widerständigen feministischen Handlungsebenen innerhalb der Kunstwelt?
* Wie ist Ihre Subjektposition bezogen auf die eigene Praxis?
* Wie / Positionieren Sie sich als anti-rassistische/r Feminist_in?
* Wie / Arbeiten Sie gegen kapitalistische Strukturen / Dynamiken?
Anlässlich des Jahrhundertjubiläums wird über das Jahr ein Programm präsentiert, das sich aus theoretischen Aktivitäten und einer sich erweiternden Jahresausstellung zusammensetzt. Aktuell sind Beiträge von Amanda Amaan/Rudolfine Lackner, Elke Auer/Esther Straganz, Linda Bilda, Lina Dokuzovic und der Drogerie zu sehen. Alle Aktivitäten nehmen dabei Bezug auf die historische Herkunft der VBKÖ im Außen androzentrischer Institutionstotalitäten und auf aktuelle Anknüpfungspunkte vorwiegend feministisch geprägten Widerstands.
