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FUNding FACTORY

2009

Installation view

FUNding FACTORY

ProjeKt initiated by Sophie Hope


Die FUNding FACTORY will den Wunsch vieler KünstlerInnen hinterfragen, die Erwartungen an die Funktion von Kunst zu sprengen, gleichzeitig aber für das Recht zu kämpfen, für diese Demontage auch bezahlt zu werden.

Die FUNding FACTORY wurde zu einen Rahmen, in dem, unter dem, gegen den und zwischen dem wir arbeiteten. Der Ausgangspunkt war die ‚kulturelle Fließbandarbeit’. Die hier produzierte Kultur blieb offen für jede Interpretation.

Diese Ausstellung war keine typische Gruppenshow kuratierter Kunstwerke, auch wenn dies das einfach wiederzuerkennende Format ist, dem dieser und viele andere Projekträume folgen. Stattdessen wollte
ich herausfinden, wie wir einen aktiven, lebendigen Ort finden können, der uns zu unterschiedlichen Fragestellungen über die kulturelle Produktion fuhrt.

Eingebaut in die Fabrik sind Videoporträts von MitarbeiterInnen und PartnerInnen des Open Space über deren Erfahrungen bei der Bewältigung dieses Dilemmas zwischen Überleben, Ideologie und kritischem Bewusstsein. Diese Filme entstanden mit Fahim Amir, Fatih Aydogdu, Gulsen Bal, Barbara Holub und Walter Seidl.

StudentInnen der Universität für Angewandte Kunst wurden eingeladen, zur Factory-Installation beizutragen und sich in die Factory im Mai einzuschalten, um ihre eigenen Positionen als zukünftige ‚ArbeiterInnen in der Kreativindustrie’ zu reflektieren. Beiträge stammen von Tina Raffel, Christoph Srb , Corina Vetsch und Reinhold Zisser.

Die FUNding FACTORY wurde zu einem Ort, an dem die Kernpunkte der kulturellen Fließbandarbeit, an der wir beteiligt sind, reflektiert wurden, genauso wie die Frage, in welcher Form wir unsere Arbeit als relevant und kritisch verstehen. Die Factory lud uns ein, die Mechanismen der Kulturproduktion, der Kreativindustrien und einer Auftragskunst, auf die wir angewiesen sind, die wir liefern und die wir auch weiterhin herausfordern, in Frage zu stellen.

Wie können wir die Entscheidungen reflektieren, die wir für unsere Arbeit/Produktion auf gewisse Weisen treffen – genauso wie auch weiterhin produzieren/arbeiten? Kann diese kritische Reflexion innerhalb
einer Kunstausbildung/Kreativindustrie möglich sein, wenn wir PRODUZIEREN müssen, um unsere Entscheidung zu rechtfertigen, bei diesem Kunstspiel mitzuspielen und die Fließbandarbeit zu überleben? Was passiert, wenn wir aufhören zu produzieren? Oder damit beginnen, auf Arten und Weisen zu produzieren, die keinem erkennbaren/akzeptablen Muster folgen?

Welche Regeln wenden Sie für Ihre Arbeitspraktiken als KünstlerInnen, KuratorInnen, AktivistInnen, GründerInnen und AuftraggeberInnen an? BesucherInnen der Fabrik sind eingeladen, ihre eigenen anonymen Gedanken, Antworten, Bekenntnisse und Einsichten über das Leben am kulturellen Fließband hinzuzufügen.


» Logbook-Funding Factory | DOWNLOAD PDF [0,6MB]




Projekt: FUNding FACTORY
AUSTELLUNGSDAUER: 8. Mai - 30. Mai 2009
Kuratorin: Sophie Hope







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