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Gülsen Bal & Walter Seidl

Gülsen Bal, PhD, absolvierte ihren Undergraduate-Abschluss in Time-based Media sowie ihren MA in Critical Fine Art am Central Saint Martins College of Art & Design, London, wo sie auch promovierte. Zu ihrer Forschung gehörte die Erkundung zeitbasierter und strategischer Konjunktionen differenzieller Strukturen, um die Implikationen und die Komplexität der „Subjekt-Produktion“ zu verstehen, die in multiplen Strategien im kreativen Bereich formuliert werden.

Sie leitet den von ihr gegründeten Kunstraum „Open Systems – Zentrum für Kunstprojekte" in Wien, wo sie insbesondere für die Projektentwicklung und Programme verantwortlich zeichnet. Mit dem Open Space, nunmehr Open Systems, gründete Bal einen Ort kreativer zeitgenössischer Praxis, der sich als Beitrag zu einer neuartigen und ständig weiterentwickelten Modellstrategie für grenzüberschreitende, interregionale Projekte im Spannungsfeld des europäischen Erweiterungsprozesses versteht.

Nach drei Jahren erfolgreichen Engagements für das Programm von Open Space, das der zeitgenössischen Kunst in Wien auf der Basis einer grundlegenden geopolitischen Haltung unverzichtbare Möglichkeiten zur Verfügung stellte, mittels einer politischen Position und einer bestimmten kreativen/künstlerischen Agenda neue Potenziale zu eröffnen, entschied sich Bal dafür, die übergreifenden Strukturen des Kunstraums zu verändern. So fungierte das Open Systems im Übergangsjahr 2011 als Open Space, Open Systems, während die neuen Strukturen eingeführt wurden. Die Neuerung wurde als Open Systems ab 2012 mit der Beteiligung eines künstlerischen Beirates initiiert. So machte sich Open Systems erneut auf die Suche nach neuen Interaktionen zwischen kreativen und ‚noch-nicht-formalisierten‘ Praktiken. Open Systems ist seit 2013 ein Online-Forum, das ein vierteljährlich erscheinendes Journal über verschiedene Themen wie auch eine Online-Ausstellung publiziert, die unter dem Titel ARTSLAB erscheint. Als Hauptschwerpunkt des Journals sollen kritische Perspektiven über Kunst und visuelle Kultur ab 2013 und darüber hinaus thematisiert werden. Daneben soll jeder/jede GastherausgeberIn eine Diskussionsplattform in vier unterschiedlichen Städten organisieren. So wird auch in Wien eine Ausstellung mit den vier Ausgaben des ARTSLAB zu sehen sein.

Sie ist außerdem Lehrbeauftragte an der Istanbul Bilgi University und lehrt auf Teilzeitbasis an der Yeditepe University am Institut für Kunstmanagement im Rahmen eines MA-Lehrgangs. Von 2008 bis 2013 unterrichtete sie Visual Cultural Studies and Curatorial Practices an der Technischen Universität Wien in der Visual Culture Unit am Institut für Kunst und Gestaltung.

Sie ist zudem als Lehrbeauftragte an der Faculty of Arts, Arkin University of Creative Arts and Design in Zypern tätig und wurde an der Istanbul Bilgi University in die neue Position einer Institutskonsulentin gewählt. An der Istanbul Bilgi University war sie Lehrbeauftragte auf Vollzeitbasis sowie Institutsleiterin und Koordinatorin der Lehrgänge und Kurse. Gleichzeitig lehrte sie zwischen 2013 und 2017 als Gastprofessorin an der Istanbul Yeditepe University im MA Lehrgang. Von 2008 bis 2013 unterrichtete sie Visual Cultural Studies and Curatorial Practices an der Technischen Universität Wien in der Visual Culture Unit am Institut für Kunst und Gestaltung.

Walter Seidl wurde in Graz geboren. Er lebt und arbeitet als Kurator, Kritiker und Künstler in Wien.

In seiner Funktion als Kritiker schreibt er für diverse internationale Kunstmagazine, wie camera austria, contemporary, Springerin, oder život umjetnosti.

Seine kuratorischen Tätigkeien inkludieren Projekte in Österreich, Bulgarien, Deutschland, Serbien, Slovakei, Slovenien, Hong Kong und der USA. Derzeit arbeitet er an der Erweiterung von Kontakt - art collection der Erste Bank-Gruppe in Zentraleuropa.



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